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SUMMARY:Wissenschaftsfreiheit in Zeiten autoritärer Versuchungen
DESCRIPTION:Die Wissenschaftsfreiheit gilt als tragende Säule der Demokratie – doch sie ist keine Selbstverständlichkeit. Die Entwicklungen in den USA zeigen\, wie vulnerabel wissenschaftliche Institutionen gegenüber politischem Druck und gezielter Delegitimierung sein können. Was dort bereits Realität ist\, zeichnet sich auch in Deutschland ab.\n\nSachsen-Anhalt steht exemplarisch für diese Entwicklung. Im Vorfeld der Landtagswahl sieht sich der Wissenschaftsstandort Halle – mit drei Hochschulen\, zahlreichen außeruniversitären Forschungseinrichtungen und dem Sitz der Leopoldina – mit politischen Forderungen konfrontiert\, die konkrete Eingriffe in die Wissenschaftslandschaft vorsehen: die Abschaffung „missliebiger“ Forschungsfelder\, die politische Steuerung von Hochschulräten und Berufungsverfahren sowie gezielte parlamentarische Anfragen zur Einschüchterung einzelner Wissenschaftleri:nnen sowie ganzer Institutionen.\nDie Veranstaltung bringt Perspektiven aus Wissenschaft und Wissenschaftspolitik zusammen und fragt:\n\n\nWie bereiten sich Hochschulen auf eine mögliche AfD-Regierungsbeteiligung vor?\n\n\n\n\nWie gehen wissenschaftliche Institutionen mit dem Spannungsfeld zwischen Neutralitätsgebot und notwendiger Haltungskommunikation um?\n\n\n\n\nWo besteht echter Reformbedarf im Wissenschaftssystem – und wie lassen sich tragfähige Lösungen von populistischen Scheinreformen unterscheiden?\n\n\n\n\nWie kann man mit institutionalisierter Sprachlosigkeit und organisierter Vereinzelung in Hochschulen umgehen?\n\n  \n\nZum Format:\nNach kurzen Impulsvorträgen der eingeladenen Expert:innen findet eine moderierte Podiumsdiskussion statt\, die Raum für vertieften Austausch und Fragen aus dem Publikum bietet. Die Veranstaltung richtet sich an die universitäre wie außeruniversitäre Öffentlichkeit und ist für alle Interessierten offen.\n\n\nEs diskutieren:\nProf. Dr. Claudia Becker – Rektorin der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg\nDr. Justus Henke – Institut für Hochschulforschung (HoF)\nProf. Dr. Jörg Niewöhner – Technische Universität München\nPD Dr. Lukas Otterspeer – Europa-Universität Flensburg\nModeration: Nikko Kulke \n\n\n\nOrt: Anton Wilhelm Amo Hörsaal (IV) Steintorcampus Ludwig-Wucherer-Straße 2 06108 Halle (Saale)\nDatum: 16. Juni 2026\nBeginn: 18:15 Uhr \nEintritt: frei\nOrganisiert von:\nLukas Bornschein\, Nikko Kulke\, Daniel Oerlecke\, Mathes Trauer\nin Kooperation mit dem Max-Planck-Institut für ethnologische Forschung\, der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg und dem Graduiertenkolleg Politik der Aufklärung
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SUMMARY:Verwundbare Bildung. Wie autoritäre Populist*innen die Wissenschaftsfreiheit angreifen
DESCRIPTION:Die Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt stehen vor der Tür und angesichts der Stimmenanteile rechtsextremer Parteien in aktuellen Umfragen\, müssen wir uns als Beschäftigte und Gewerkschafter*innen fragen\, wie wir Gesellschaft\, Freiheitsrechte\, Wissenschaft und Bildung verteidigen können. \nDazu haben wir Janos Richter eingeladen. Er hat sich im Thüringen- und Justiz-Projekt des Verfassungsblogs mit der Frage beschäftigt\, was passiert\, wenn autoritärpopulistische Akteure staatliche Machtmittel an die Hand bekommen. Derzeit begleitet er redaktionell die anstehenden Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern. \nDarum geht es: Welche Strategien nutzen autoritär-populistische Akteure\, um Wissenschaftsfreiheit\, Minderheitenrechte und Hochschulautonomie anzugreifen? Wie können sich Wissenschaftsinstitutionen auf diese Strategien vorbereiten – und resilienter werden? Was passiert abseits der Wissenschaft\, wenn autoritärpopulistische Akteure staatliche Machtmittel übernehmen? \nEine Vortragsveranstaltung der GEW- und ver.di-Hochschulgruppen mit Janos Richter\, Redakteur und wissenschaftlicher Mitarbeiter beim Verfassungsblog.
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SUMMARY:Politikdidaktische Strategien gegen Rechtsextremismus
DESCRIPTION:Angesichts aktueller gesellschaftlicher Entwicklungen steht die politische Bildung vor der dringenden Aufgabe\, demokratiefeindlichen Tendenzen entgegenzuwirken. Rechtsextreme Haltungen und Narrative fordern Schulen und Lehrkräfte in besonderem Maße heraus. Diese Vorlesung widmet sich der zentralen Frage: Welche wirksamen Instrumente bietet die Politikdidaktik\, um Rechtsextremismus präventiv und intervenierend zu begegnen? \nDozent ist Prof. Dr. Andreas Petrik.
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SUMMARY:Vorlesung: Verfassungsgerichtsbarkeit im Kontext der wehrhaften Demokratie (Gast: Prof. Alexander Thiele)
DESCRIPTION:Kurzbeschreibung: Die öffentliche Debatte rund um Parteienverbot\, Wahlausschluss und den allgemeinen Umgang mit extrem rechten Parteien hat das Konzept der „wehrhaften Demokratie“ wieder in den Mittelpunkt gerückt. Doch welche Instrumente stehen dem Staat tatsächlich zur Verfügung\, um die freiheitlich-demokratische Grundordnung zu schützen\, und welche Rolle spielt dabei das Bundesverfassungsgericht als dessen oberster Hüter? Alexander Thiele\, Professor für Staatstheorie und Öffentliches Recht an der BSP Business & Law School Berlin\, analysiert die Funktionsweise und die Grenzen der Verfassungsgerichtsbarkeit in diesem Spannungsfeld. Der Vortrag beleuchtet die hohen Hürden für Instrumente wie das Parteiverbot oder die Grundrechtsverwirkung und diskutiert die juristischen wie politischen Implikationen für das politische System Deutschlands. \nDozent ist Prof. Dr. Marcel Lewandowsky.
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