Autoritäre und faschistische Strömungen üben weltweit Druck auf demokratische Systeme aus. Sie bewirtschaften gezielt Gefühle und Emotionen, um politische Unterstützung zu gewinnen. Wer das Affektive jedoch nur als Mittel zur Stabilisierung von Herrschaft deutet, verkennt einen entscheidenden Punkt: Affekte sind selbst eine zentrale Voraussetzung des demokratischen Gelingens. Der Kampf um Demokratie lässt sich dann als ein Kampf verstehen, der mit Affekten um Affekte geführt wird — ein Kampf, der die Frage von körperlicher Handlungsfähigkeit und politischer Vorstellungskraft (wieder) zurück ins Zentrum rückt .
Moderation/Veranstalterinnen: Dr. Simone Jung (IZEA) & Prof. Dr. Rieke Trimcev
Referent: Dr. Dominik Herold (Philosoph, Berlin)
Der Eintritt ist frei